Dal diario: 22 novembre 1970, gli emigrati italiani dimostrano a Lussemburgo

Per voce recitante e pianoforte

Testo: Luca Lombardi

Anno: 1970

Inedito

Prima esecuzione assoluta: 21/12/1970, Roma, Teatro Ateneo (Città Universitaria).

Esecutori:
Antonello Neri, voce recitante
Luca Lombardi, piano

 

Testo originale:

Am 22. November 1970 fand in Luxemburg eine Demonstration italienischer Gastarbeiter statt.

Es waren Arbeiter, die aus der Bundesrepublik, aus Belgien, aus Luxemburg kamen. Es waren Vertreter italienischer Arbeiter in der Schweiz und Frankreich. Es waren Vertreter spanischer und portugiesischer Arbeiter.

Die Arbeiter zogen durch die Strassen von Luxemburg zum Hochhaus des europäischen Parlaments. Hier mussten sie warten, während der Vorsitzende der Gastarbeiter-Organisation Filef, die die Kundgebund organisiert hatte, zum letzen Stockwerk des Hochhauses hinaufging und dort ein Weissbuch zur Lage der Arbeiter übergab, die gezwungen sind, in Ausland zu Arbeiten.

Die Arbeiter warteten in der Kälte vor dem Hochhaus des europäischen Parlaments. Sie diskutierten, sie sangen.

Sie sangen “Bandiera rossa”, sie sangen die Internationale. “Der Kampf der Gastarbeiter”, sagten sie, “ist der Kampf der Arbeiter aller Länder gegen die Ausbeutung des kapitalistichen Systems”.

Aber sofort kamen die Funktionäre der Filef. Sie sollten nicht die Internationale singen, sie sollten nicht “Bandiera Rossa” singen. “Ihr dürft die Kundgebung nicht stören”, sagten sie.

Die Zeit verging, die Arbeiter, die aus des Bundesrepublik, aus Belgien, aus der Schweiz, aus Frankreich gekommen waren, warteten in der Kälte.

Endlich kam der Vorsitzende der Filef zurück, ein nicht wiedergewählter Abgeordneter der Kommunistichen Partei Italiens. “Wir haben das Weissbuch
überreicht”, sagte er, “man hat uns zugesagt, dass es mit grösster Aufmerksamkeit geprüft Werden wird. Die Kundgebung ist beendet”:

“So ein Theater”, riefen die Arbeiter, “es sit das üblivhr Theater, Wir wollen Taten und keine Worte. Wir haben Versprechungen satt, die nie gehalten Werden”. Und sofort kamen die Funktionäre. “Ruhig, seid ruhig, nicht schreien, man darf die Kundgebung nicht stören”.

Die Arbeiter kehrten nach Frankreich, in die Schweiz, nach Belgien, in die Bundesrepublik zurück, um weiterhin fern von ihrem Land ausgebeutet zu Werden.

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